
Luda Tymoshenko Foto © Bjoern Klein
Besondere Erwähnung 2025 des deutschsprachigen Komitees EURODRAM: Verein für Theater und Übersetzung e.V. / Special mention 2025 of the German-speaking EURODRAM committee
Luda Tymoshenko, Fünf Lieder aus Polesien [Пʼять Пісень Полісся / Five songs from Polesia], Ukraine 2021, Übersetzung aus dem Ukrainischen von Lydia Nagel, Rostock 2023; Neofelis Verlag, Berlin 2024
Der/die Autor*in / The author
Luda Tymoshenko ist Dramatikerin, Drehbuchautorin, Kuratorin von Theaterprojekten. Ihre Texte wurden an verschiedenen ukrainischen Theatern inszeniert und in mehrere Sprachen übersetzt, das Stück Пʼять Пісень Полісся (dt. Fünf Lieder aus Polesien) wurde auf verschiedenen Festivals ausgezeichnet.
Luda Tymoshenko is a playwright, screenwriter and curator of theatre projects. Her texts have been staged at various Ukrainian theatres and translated into several languages; the play Пʼять Пісень Полісся (Five Songs from Polesia) has won awards at various festivals.
Das Stück / The play
Die fünf Erzählungen, aus denen sich das Stück zusammensetzt, umfassen hundert Jahre Leben im ukrainischen Polesien. Es ist ein Landstrich, wo geheimnisvolle Wälder, grüne Sümpfe und unterirdische Schätze die unheimlichen Geschichten der Menschen bergen, die hier nicht nur gelebt, sondern unter schweren Bedingungen vor allem überlebt haben. Das erste Lied spielt 1940 auf dem Bauernhof eines älteren Paares, das zweite Lied 1959 in einer Gefängniszelle, in der ein wegen Mordes angeklagter junger Mann einsitzt, das dritte Lied 1973 in einem Badehaus als Dialog zweier Frauen Mitte Vierzig. Das vierte Lied spielt 1997 in einer verlassenen Kaserne, in der zwei Teenager eine Entführung simulieren, und das fünfte Lied letztendlich in unserer Gegenwart, 2020, in einem Dorfladen, wo zwei junge Rucksacktouristinnen auf die einheimische Bevölkerung treffen.
The five stories that make up the play span a hundred years of life in Ukrainian Polesia. It is a region where mysterious forests, green swamps and underground treasures harbour the eerie stories of the people who not only lived here, but above all survived under difficult conditions. The first song is set in 1940 on the farm of an elderly couple, the second song in 1959 in a prison cell where a young man accused of murder is being held, the third song in 1973 in a bathhouse as a dialogue between two women in their mid-forties. The fourth song is set in 1997 in an abandoned barracks where two teenagers simulate a kidnapping, and the fifth song finally takes place in our present day, 2020, in a village shop where two young female backpackers meet the local population.
Die Übersetzerin / The translator

Lyda Nagel Foto © Christina Kurby
Lydia Nagel lebt als freiberufliche Übersetzerin und Slawistin in Berlin, sie übersetzt aus verschiedenen slawischen Sprachen ins Deutsche, vor allem zeitgenössische Dramatik. Ihre Übersetzungen wurden mit diversen Arbeits- und Aufenthaltsstipendien ausgezeichnet. Zahlreiche Stückempfehlungen und Übersetzungen für verschiedene Verlage, Theater und Festivals; Leitung von Übersetzungsworkshops im In- und Ausland.
Lydia Nagel is a freelance translator and Slavicist living in Berlin. She translates from various Slavic languages into German, primarily contemporary drama. Her translations have been honoured with various work and residency scholarships. She has recommended and translated numerous plays for various publishers, theatres and festivals and has led translation workshops in Germany and abroad.
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