Aufruf für die Auswahl 2020 (deutschsprachige Originale)

EURODRAM-AUSWAHL 2020

AUFRUF ZUR EINSENDUNG VON DEUTSCHSPRACHIGEN THEATERTEXTEN BIS 31.12.2019

EURODRAM – Deutschsprachiges Komitee

EURODRAM ist ein europaweit agierendes Netzwerk, das den Austausch zwischen Übersetzer*innen, Autor*innen und der europäischen Theaterszene fördert.

Die unterschiedlichen Sprachenkomitees aus Europa, dem Mittelmeerraum und Zentralasien stellen jeweils im Frühjahr eine Auswahl aus drei Texten zusammen – jahrweise alternierend geht es hierbei um Originaltexte und um Übersetzungen.

Für die Auswahl 2020 ist das deutschsprachige EURODRAM-Komitee auf der Suche nach im Original auf Deutsch verfassten Texten.

Die Texte sollen in der Regel nicht älter als fünf Jahre sein. Wohnort und Nationalität der Autor*innen sind innerhalb des Raumes, den Eurodram abdeckt, für die Ausschreibung nicht relevant.

Die Texteinsendungen können von den Autor*innen selbst, von Verlagen oder von Mitgliedern des deutschsprachigen oder anderer Eurodram-Komitees stammen, müssen aber die schriftliche Einverständniserklärung der Rechteinhaber (in der Regel Autor*innen bzw. Verlage) enthalten, dass der Text zur Ermittlung der Auswahl innerhalb des Komitees weitergegeben werden darf und für Lesungen im Rahmen von EURODRAM-Veranstaltungen kostenlos zur Verfügung steht. Weitere notwendige Angaben sind unter dem Link Unterlagen aufgeführt.

Pro Autor oder Verlag darf ein Text eingesandt werden. Von Einsendungen schon einmal eingereichter Stücke bitten wir abzusehen.

Die Auswahl 2020 wird am 21. März 2020 auf der Homepage des deutschsprachigen Komitees und der Internetseite der Gesamtorganisation EURODRAM veröffentlicht und im Laufe des Jahres im Theaterhaus G7 in Mannheim (Lesungen, Interviews, Diskussion) vorgestellt. Die Autor*innen und Verlage der Auswahl werden gesondert benachrichtigt.

Wir bemühen uns um weitere Vorstellungsorte.

Es ist das Ziel, die Stücke der Auswahl in eine der Sprachen des Netzwerkes zu übersetzen. Dies soll mit eigener Kraft durch die Übersetzer*innen des Netzwerkes oder externe Übersetzer*innen geschehen, wofür wir uns um Übersetzungsstipendien bemühen. Gegebenenfalls erfolgt hierzu eine gesonderte Ausschreibung.

Texteinsendungen mit den erforderlichen Unterlagen nimmt das Mitglied des Koordinator*innenteams des deutschsprachigen Komitees, Wolfgang Barth, unter vieuxloup@t-online.de entgegen.

Einsendeschluss ist der 31.12.2019.

EURODRAM ist eine in Luxemburg registrierte, nicht gewinnorientierte europäische Vereinigung (Luxembourg Business Registers Nr. F11931). Link zu den Statuten .

25.11.2019 EURODRAM-Lesung Auswahl 2019 Theater Drachengasse, Wien

EURODRAM-Lesung 25.11.2019 Drachengasse Wien
Reinhold G. Moritz, Johannes Schüchner, Julia Posch, Christina Scherrer, Roman Just; Foto: W. Barth

Am 25.11.2019 wurde im Theater Drachengasse, Wien, die Auswahl 2019 des deutschsprachigen Komitees EURODRAM vorgestellt:

Marina Skalova, Der Sturz der Kometen und der Kosmonauten (in der Übersetzung aus dem Französischen von Marina Skalova und Frank Weigand)

Maya Arad Yasur, Amsterdam (in der Übersetzung aus dem Hebräischen von Matthias Naumann)

Frédéric Sonntag, B. Traven (in der Übersetzung aus dem Französischen von Yvonne Griesel)

Weiter wurde die durch ein Stipendium des Bundeskanzleramts Österreich geförderte Übersetzung des Stückes aus dem Polnischen ins Deutsche von Anna Szostak-Weingartner vorgestellt:

Malgorzata Sikorska-Miszcuk, Der Bürgermeister

Alle Autor*innen und Übersetzer*innen außer Malgorzata Sikorska-Miszuk und Frank Weigand waren anwesend.

Der Abend wurde eröffnet durch Katrin Schurich, der Leiterin des Theaters Drachengasse, die die Anwesenden begrüßte und den Sponsoren dankte.

Wolfgang Barth, Mitglied des Koordinator*innenteams des deutschsprachigen Komitees EURODRAM, stellte das europäische Netzwerk für Theater in Übersetzung vor.

Es folgten, moderiert von Henning Bochert und Christian Mayer, Mitgliedern des deutschsprachigen Komitees, die von Sandra Schüddekopf und Esther Muschol eingerichteten Lesungen von Auszügen aus den vier Stücken durch Roman Just, Reinhold G. Moritz, Julia Posch, Christina Scherrer und Johannes Schüchner.

Die Lesungen vermittelten einen unglaublich intensiven Eindruck der Stücke.

Ausschnitt 3
Reinhold G. Moritz; Foto: W. Barth
Ausschnitt 2
Johannes Schüchner; Foto: W. Barth
Ausschnitt 1
Julia Posch, Christina Scherrer, Roman Just; Foto: W. Barth
Ausschnitt 4
Julia Posch, Christina Scherrer, Roman Just; Foto: W. Barth

Die Schweizer Botschaft hatte für die Pause Schweizer Käse geliefert.

In der anschließenden Diskussion, moderiert von Henning Bochert und Christian Mayer und simultan und konsekutiv übersetzt von Wolfgang Barth (Französisch) und Matthias Naumann und Henning Bochert (Englisch), nahmen die Autor*innen und Übersetzer*innen zu Fragen der Moderatoren und des Publikums Stellung.

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Henning Bochert, Anna Szostak-Weingartner, Yvonne Griesel, Frédéric Sonntag, Wolfgang Barth, Maya Arad Yasur, Matthias Naumann, Marina Skalova, Christian Mayer; Foto: Sandra Schüddekopf

Thematisch zentral waren Fragen zur Vergangenheitsaufarbeitung in den Stücken, zu ihrer Vielschichtigkeit und Komplexität und den damit verbundenen Anforderungen an die Übersetzer*innen. Deutlich wurde insbesondere, dass sich alle Stücke entgegen des ersten Eindruckes auf die Zukunft richten.

Das deutschsprachige Komitee dankt den Vertreter*innen der Verlage Österreichischer Bühnenverlag Kaiser, Rowohlt Theaterverlag und Theaterverlag Schultz und Schirm für ihre Anwesenheit.

Unser ganz besonderer Dank gilt dem Theater Drachengasse und den Schauspieler*innen für diesen eindrucksvollen und bewegenden Abend.

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Einsendeunterlagen 2020 (bis 31.12.2019)

Eurodram-Auswahl 2020

Zur Einsendung eines Stückes an Wolfgang Barth vieuxloup@t-online.de notwendige Unterlagen:

  • Das Stück (PDF- oder Word-Format)

Zusätzlich auf gesondertem Blatt (z. B. dieses einfach kopieren und eintragen, ausdrucken,  unterschreiben, als PDF einscannen und an o.g. Adresse schicken):

  • Titel des Stückes: xxx
  • Autor*in: xxx
  • Ort und Zeitpunkt der Abfassung: xxx
  • Kurze Inhaltszusammenfassung (ca.5 bis ca. 10 Zeilen)
  • Kurze Vorstellung der/des Autor*in und der bisherigen Arbeit (Im Falle der Auswahl Foto nachschicken oder gleich jetzt mitsenden)

Gegebenenfalls:

Verlag: xxx

Ort und Zeitpunkt der Veröffentlichung: xxx

Lesungen, Uraufführung, Aufführungen: xxx

Förderungen: xxx

Preise, Empfehlungen: xxx

 

  • Unterschriebene Erklärung (Autor*in / Verlag / Rechteinhaber*in):

Hiermit erlaube ich als Rechteinhaber*in, dass das Stück xxx zur Ermittlung der Auswahl Eurodram 2020 innerhalb des deutschsprachigen Komitees weitergegeben werden darf. Es darf für Lesungen im Rahmen von Eurodram-Veranstaltungen kostenlos verwendet werden.

 

 

Ort, Datum                                                                  Unterschrift / Funktion

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Marina Skalova: DER STURZ DER KOMETEN UND DER KOSMONAUTEN

aus dem Französischen von Marina Skalova und Frank Weigand

            Ein Stück über Liebe, dieses « oberflächlichste und ungenaueste Wort », wie Bernard-Marie Koltès als Motto des Stückes sagt.

Drei Tage, vier Nächte – und ein paar Milliarden Lichtjahre – auf den Strassen von Berlin nach Moskau, wo Vater und Tochter versuchen, einander zu verstehen. Vielleicht. Ein bisschen.

Der Vater, Doktorand in der UdSSR, hat in Frankreich, kurz vor dem Fall der Berliner Mauer, keine interessante Arbeit gefunden und musste sich mit temporären Aufenthaltsgenehmigungen herumschlagen. Das vermeintliche Paradies hat sein Versprechen nicht gehalten. Heute ist er Geschäftsmann, Import-Export – das heisst, dass er in Westeuropa für russische Kunden Autos kauft und diese nach Russland fährt. Die Tochter, zweite Einwanderergeneration, als Kind nach Frankreich gekommen, hat nur noch lückenhafte Erinnerungen an ihre ersten Lebensjahre in der Sowjetunion. Sie arbeitet an ihrer Dissertation, ist voll integriert, hat aber nur wenig Verständnis für die Probleme und die Sichtweise des Vaters – der ihr wiederum ihr allzu französisches Wesen vorwirft. Vor der Wende war alles einfach: Es gab die Sowjetpropaganda und diejenige aus dem Westen. Und da man erstere als Lüge ansah, glaubte man zwangsläufig, dass letztere die Wahrheit sei. Die Tochter (er)lebt jedoch heute einerseits eine Ernüchterung, andererseits eine Befreiung: Der Westen ist auch kein Paradies, aber sie profitiert von den Möglichkeiten und der Freiheit der neuen Epoche. Eine Freiheit, die den Vater, der nie gelernt hat, aus Dutzenden von Wurstsorten oder Uniabschlüssen auszuwählen, überfordert.

Stückweise, durch freie Assoziation, erzählt der Vater seine Geschichte, die Geschichte der Familie, vor und nach dem Umzug in den Westen. In parallelen Monologen von Vater und Tochter erfahren wir auch einiges über das, was sie einander nicht sagen, was sie aber beschäftigt: Er möchte in Moskau nicht nur Autos verkaufen, sondern auch seine Einsamkeit mit einer jungen Mascha-Irina-Julia-Olga-Tatjana-…, die er über ein Dating-Portal kontaktiert, vergessen. Sie versucht, mit dieser Reise eine fehlgeschlagene Liebesgeschichte zu vergessen. Der Dialog ist nicht einfach, aber auch wenn sie sich oft streiten, kommen sie sich etwas näher. Ein letzter, diesmal reeller, Crash auf der Landstraße Minsk-Mogilev, um Punkt 12 Uhr « sprengt die Familienkonstellationen »: Ende der Familie, Vater und Tochter sind atomisiert. In der nächsten Szene treiben « Er » und « Sie » im Weltraum – wie auch Phrasen und Sätze, die sie durchs Stück hindurch gesagt haben: Remix Vater, Tochter und ihre Worte. Fazit: « Wir werden allein geboren wir sterben allein die restliche Zeit basteln wir Pflaster ».

Das Stück ist in einer rhythmischen und musikalischen Sprache geschrieben, und, wie bei einer Partitur, zeigt die Typographie Veränderungen in Rhythmus und Skandierung an. So sind etwa die beiden Szenen « Kata-Strophen I&II » und « Kata-Strophen III » in Textblöcken geschrieben: Vater und Tochter reden in einer Art « Stream of consciousness » aneinander vorbei, in diesen Texten ist der Klang der Worte wichtiger als ihre Aussage, wo die Bilder und Metaphern (Parallelen zwischen Drogen und Liebe, Anziehung und Abstossung von Planeten und Menschen, Endorphine und Gefühle, …) ineinander verwoben sind. Die Übersetzerin-Autorin hat, mit ihrem Mitübersetzer Frank Weigand, einen rhythmisch ebenso dichten Text auf Deutsch erschaffen. Man hat das Gefühl, dass Skalova und Weigand Passagen des französischen Textes in Puzzleteile zerlegt haben und damit auf Deutsch, durch Ideenassoziationen, ein neues Textbild kreiert haben, das dem Original ähnelt und ähnliche Klangbilder hervorruft. Ein Beispiel:

« craving crave creusent trachées l’estomac tranché traversées d’acide façon détergent ménager déteint donc en dedans détériore donc dedans craving crave le temps n’est pas un critère seule compte l’intensité le temps te cratère le temps te crevasse tu te cramponnes craving crave ton crâne crépite l’estomac scarifié craving crève les caresses te criblent sa langue creuse encore creuse lacère sa langue plus qu’un souvenir sa langue lacère te crible coups de cravaches creuse encore »

« craving crave Krätze im Magen Ritzen in den Röhren von Säure verätzt craving crave die Zeit kein Kriterium einzig zählt die Intensität die Zeit gräbt Krater in dich seziert zerreißt zerfetzt du klammerst dich fest craving crave der Magen voller Zacken der Kopf zerhackt craving crave krepier doch zerfall doch seine Zunge zerteilt dich zärtlich seine Zunge zerfurcht zerfranst gräbt sich in dich hinein grabe weiter grabe »

Die Musik der Sprachen ist auch da: Neben einigen Einsprengseln auf Englisch und Französisch ist es vor allem Russisch, das den Text phrasiert. Die Leserin, der Zuschauer haben selten eine Übersetzung oder Erklärung des Ausdrucks – es geht mehr um die Musik als um den genauen Sinn. Je näher sie an Moskau sind, je tiefer sie sich in die Familienpsyche eingraben, desto mehr Russisch schleicht sich in den Text – als ob das familiäre Unterbewusste allmählich auftaucht. Musik ist auch als solche omnipräsent: Vielen Szenen ist sozusagen ein « Titelsong » vorangestellt. Die Autorin lässt die Regisseur*innen entscheiden, ob sie die Musik ins Stück einbringen wollen oder nicht – aber dieses bildet, für Skalova, « das Unterbewusstsein des Textes ». Was die Liedtexte – die Teil des Textes sind – betrifft, empfiehlt die Autorin, « sie zu singen, zu rappen oder zu brüllen ».

« Ein Typ gibt einem Juden einen Globus und sagt zu ihm: Stell dir vor, du kannst dir aussuchen, wo du leben willst. Der Jude sieht den Globus ernst an. Er denkt nach. Er dreht ihn hin und her. Nachdem der Jude den Globus genau angeschaut hat, blickt er auf und fragt den Typen: Hätten Sie vielleicht noch einen anderen Planeten? »

(Ausschnitt aus DER STURZ DER KOMETEN UND DER KOSMONAUTEN von Marina Skalova)

Marina Skalova | Foto: Sandra Hildebrandt

Katharina Stalder: Wie sehr ist dieses Stück autobiographisch?

Marina Skalova: Der Weg von Deutschland nach Moskau über Weissrussland, wie er im Stück beschrieben wird, ist eine Route, die mein Vater tatsächlich über Jahre hinweg zurückgelegt hat. Fünfundzwanzig Jahre später wollte ich die Reise mit ihm machen. Die ersten Szenen des Stücks habe ich in jenem Moment geschrieben. Aber Elemente, die aus meinem möglichen Erlebten geschöpft sein könnten, sind vermischt mit anderen Elementen, die ich teils erfunden und teils aus Gesprächen mit Drittpersonen entnommen habe. Im Schreibprozess verwandeln sich erlebte Elemente in Sprache und somit in Fiktion. Der Wirklichkeitsbezug scheint mir nicht das Wesentlichste. Wirklich wahr aber ist der Eindruck, dass ich den Zusammenprall zwischen zwei Repräsentationssystemen der Welt stets in meinem eigenen Körper empfunden habe. In der Welt, aus der ich stamme, existiert das Private nicht. Die Idee, etwas für sich selbst zu machen oder individuelle Entscheidungen zu treffen, erscheint undenkbar und egoistisch, während unsere ganze westliche Konzeption gerade darauf beruht. Ich wollte dieses Hin- und Hergerissensein darstellen, und auch die Schwierigkeit, sich im Leben zurechtzufinden, wenn alle Werte, in denen man erzogen wurde, verschwunden sind.

KS: Wie fühlt sich das an, einen eigenen Text zu übersetzen? Wie seid ihr vorgegangen, Frank Weigand und du? Wie habt ihr euch die Arbeit geteilt? Wie die definitive deutsche Fassung erarbeitet?

MS: Wenn ich meine Texte schreibe, gehört das Übersetzen oft für mich zum Schreibprozess dazu. Mein erster Lyrikband, Atemnot (Souffle court), war zweisprachig. Das Buch beschäftigte sich mit der Verwandlung eines Textes in die andere Sprache, mit Möglichkeiten und Grenzen der Übersetzung. Bei der Übersetzung des Stücks ging es zunächst darum, andere Sprachbilder zu finden, die sowohl auf semantischer als auch auf klanglicher Ebene stimmig waren. Frank Weigand hat eine erste Fassung erarbeitet, ich habe dann ganz viel reingeschrieben und wir haben uns den Text solange hin- und her geschickt, bis er für uns beide funktionierte. Ich bin als Autorin zunächst freier mit dem Text umgegangen, habe manche Szenen komplett umgeschrieben, versucht, Klang und Rhythmus wieder zu finden. In diesem Freiraum haben Frank und ich dann Ping-Pong gespielt. Spannend ist für mich, dass sich beim Übersetzen immer wieder Fragen auftun, die ich auch zurück an den Originaltext stelle. Das ist ein unendlicher Austauschprozess.

KS: Kannst du etwas mehr über die Musik – das Unterbewusstsein des Textes – sagen?

MS: Die Idee, dem Text eine Playlist hinzufügen, gefiel mir gut. Das Konzept des « Unterbewussten » des Textes ist aufgetaucht, als ich mit der Regisseurin Nathalie Cuenet, die die Uraufführung im POCHE/GVE in Genf gemacht hat, über das Theaterstück redete. Sie sagte mir, dass sie nicht alle vorgeschlagenen Musikstücke übernehmen wolle, dass sie lieber ihre eigene Tonspur kreieren würde – aber dass ihr die musikalischen Angaben wertvolle Hinweise über die Atmosphäre der einzelnen Szenen gäben. So ist diese Anmerkung zu verstehen. Die meisten Musikstücke geben der Szene eine Färbung und einen Rhythmus, sie widerspiegeln die seelische Welt der Figuren, in Ost und West geteilt. Der Text ist von einer Abfolge von Rockmusik, russischen und westlichen (amerikanischen und französischen) Schlagern geprägt; man findet hier den Kalten Krieg wieder. Die Russen kennen heute die westlichen Musik mehr oder weniger gut, das Gegenteil ist selten der Fall … Beim Übergang ins kyrillische Alphabet passieren wir auch heute noch einen eisernen Vorhang …

KS: Was genau bedeuten für dich die Kosmonauten und die Kometen des Titels?

MS: Das Stück geht von zwei Bildern aus: der Sturz der Kosmonauten, Sinnbilder der UdSSR, und derjenige der Kometen, die den Blitzschlag aus heiterem Himmel der Verliebten symbolisiert. Diese Bilder sind der Antrieb, der Rest entspinnt sich von da aus. In der UdSSR sind die Kosmonauten ein wichtiges Motiv der Vorstellungswelt, das in der urbanen Geografie, in Kinderbüchern und in der populären Mythologie allgegenwärtig ist … Ich wollte das Thema diese Weltraumutopie aufgreifen und daraus einen möglichen Horizont machen. Im Stück ist die Flucht in den Weltraum das, was den Figuren einen Öffnungsraum, eine Flucht und vielleicht eine Utopie erlaubt – sowohl im Kopf als auch konkret. Wie im jüdischen Witz, der im Stück zitiert wird, können sie ihren Platz in der Welt nur auf einem anderen Planeten finden. Was die interstellare Dimension des Stücks betrifft, würde ich sagen, dass mich die poetische Kraft der wissenschaftlichen Phänomene fasziniert. Ich schreibe vor einem Hintergrund von Bildern, die sich gegenseitig erzeugen, sich verweben und so wachsen. Der Weltraum ist ein weiter und starker Raum, der ganz sichtbar das Mikro- und Makroskopische aufeinanderprallen lässt – und so das, was uns Angst macht oder zu gross für uns ist, logisch erscheinen lässt. Die Weltraummetaphern können auf diese Weise sowohl die Anziehung als auch die Aufsplitterung erklären, so dass ich mit ihnen gleichzeitig über Liebe, Auseinanderbrechen und Individualisierung schreiben kann. Genau wie die Fels-, Metall- und Eisblöcke des Stücks, werden die poetischen Bilder aufgesprengt, verfestigt und wieder zusammengesetzt.

von Katharina Stalder

Raoul Biltgen: DER FREIE FALL

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Raoul Biltgen. – Foto: G. Huberty

DER FREIE FALL ist ein Stück für drei DarstellerInnen, das sich mit unerwartet leichten Mitteln dem Thema „Radikalisierung“ annähert. Die Uraufführung fand im Januar 2016 in Wien am Theater Jugendstil statt. Kannst du uns etwas über den Entstehungsprozess erzählen? Wie stark warst du als Autor in die Proben eingebunden?

DER FREIE FALL war ein Auftragsstück vom Theater Jugendstil, das Thema Radikalisierung war vorgegeben. Der leichte Zugang war für mich von Anfang an sehr wichtig, ich habe nach einer Möglichkeit gesucht, die jungen Zuschauer für die Figuren auf der Bühne zu gewinnen, ohne dass sie sie gleich in Schubladen stecken: Nazi, Terrorist. Erst dann lasse ich die Figuren sich allmählich genau da hin entwickeln. Auf einmal sind sie Nazi und Terrorist. Damit erreiche ich, dass die Zuschauer bei der Entwicklung mitgehen und sie nachvollziehen können. All diese Sachen überlege ich mir als Autor, ehe ich das Stück schreibe und zu den Proben freigebe. Aber ich bleibe dabei, ich verfolge, wie in den Proben die Texte aufgenommen werden, ich kann jederzeit etwas ändern und auch auf Wünsche eingehen. In diesem Fall entstand zum Beispiel die Klammer mit den Superhelden am Anfang und Ende aus den Proben heraus, weil ich einen Superhelden-Vergleich geschrieben hatte, mit dem die SchauspielerInnen und der Regisseur nichts anfangen konnten.

 

DER FREIE FALL spielt unter Jugendlichen, das Stück richtet sich an ein jugendliches Publikum im Alter von 12 Jahren aufwärts. Verändert sich deine künstlerische Herangehensweise, wenn du für junge Menschen schreibst? Richtet sich der Text auch an Erwachsene?

Auf jeden Fall richtet sich das Stück auch an Erwachsene. Es gibt für mich keine Altersgrenze nach oben, nur nach unten. Weil es nun mal manche Themen gibt, mit denen Kinder noch nichts anfangen können, oder auch Herangehensweisen, die sich nicht auf ihr eigenes Leben umlegen können. Aber das ist es auch schon, was einen möglichen Unterschied im Schreiben für Kinder, Jugendliche oder Erwachsene angeht.

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Aus der Inszenierung des Theaters Jugendstil, Wien.

 

In den letzten Jahren wird viel über Theater als politischen Ort oder als Ort der politischen Debatten gesprochen. In welchem Verhältnis siehst du deine eigene Arbeit dazu? Ist DER FREIE FALL ein politisches Stück?

DER FREIE FALL ist ein politisches Stück, so wie jedes Stück, das die Gesellschaft behandelt, in der wir leben, auch eine politische Komponente hat. Allerdings hat dies nichts mit Parteipolitik zu tun. Ich sage nicht: So ist es richtig, so ist es falsch (was die Politik ja sehr gerne mal tut), sondern ich versuche, Gedanken und Gefühle von Menschen nachvollziehbar zu machen. Dass dies dazu führt, anderen Menschen offener gegenüberzutreten, sie anders zu sehen, und zwar als gar nicht mal so verschieden, ist gewünschter Nebeneffekt. Und auf jeden Fall gesellschaftspolitisch von Bedeutung.

 

Du stammst aus Luxemburg, lebst aber bereits seit vielen Jahren in Wien. Du schreibst auf Deutsch – hast du deine Stücke auch schon in Übersetzung erlebt? Wenn ja, was waren deine Erfahrungen damit? Und wurde DER FREIE FALL auch schon mal in Luxemburg gezeigt?

Es gibt zwar ein paar wenige Übersetzungen von Stücken von mir, gespielt wurde aber bis jetzt nur eine, und zwar auf Sorbisch. Leider habe ich die Inszenierung nicht sehen können. Ich habe auch ein paar Stücke auf Luxemburgisch geschrieben, die ich dann selbst ins Deutsche übersetzt habe, die Übersetzungen sind aber noch nicht gespielt. DER FREIE FALL war bis jetzt nur in der Wiener Uraufführungsinszenierung in Österreich zu sehen. Da es aber neben der EURODRAM-Auswahl auch auf die Shortlist des Niederländisch-Deutschen Kinder- und Jugenddramatiker-Preises gekommen ist, hoffe ich auf ein wenig Aufmerksamkeit, dass sich auch andere Theater dafür interessieren. Das Thema wäre ja recht aktuell.

 

EURODRAM hat dem Übersetzer Greg Liakopoulos ein Stipendium des Bundeskanzleramts Österreich vermittelt, um den Text ins Griechische zu übersetzen. Wir freuen uns auf die Übersetzung und sind gespannt, welche Reaktionen DER FREIE FALL in Griechenland auslösen wird. In welche andere europäische Sprache hättest du persönlich eine Übersetzung noch interessant gefunden?

Es geht mir weniger um die Sprache als mehr um ein Land, in dem das Stück dann hätte gespielt werden können. Wie würde man auf meine Herangehensweise an das Thema in Ungarn reagieren? Oder in Frankreich? Italien? Wie ist die Situation in den nordischen Ländern? All das würde mich sehr interessieren. Aber ich weiß auch absolut nicht, wie das Thema gerade in Griechenland behandelt wird, ob es vergleichbar mit dem ist, was wir in Österreich und Deutschland erleben. Auch das durch die Übersetzung zu erfahren, wird noch sehr spannend.

 

Du bist ausgebildeter Schauspieler, hast aber auch als Dramaturg gearbeitet und in den letzten Jahren vermehrt als Psychotherapeut. Wie beeinflussen diese unterschiedlichen Berufszweige dein Schreiben?

Dass ich Schauspieler bin, führt dazu, dass ich sicher sehr praktikabel schreibe, sehr nah an den Figuren bin, es geht mir nicht um irgendwelche verkopften Gedankengänge, die ich mir zuhause austüftele, sondern darum, was auf die Bühne zu bringen. Und ich schreibe sicher auch Texte, die den Schauspielern Futter geben, dass sie was zum Spielen haben. Auch wenn sie sich am Anfang immer darüber beschweren, dass meine Sprache so schwer zu lernen ist. Stimmt nämlich gar nicht. Aber da kommen sie dann schon drauf. Die Dramaturgie hat mich Bescheidenheit gelehrt, vor allem als Schauspieler. Es geht in einem Stück nicht nur um die Hauptrolle. Warum sollte es mir dann als Schauspieler immer nur darum gehen, so viel Text wie möglich zu haben. Die Psychotherapie hat mich sicherlich dazu gebracht, ein anderes, wesentlich tiefer gehendes Menschenbild zu (be)schreiben. Ich erkenne viel mehr, wie „normal“ die meisten Leben sind. Und dass eben aus dieser (vermeintlichen) Banalität auch was Ungewöhnliches entstehen kann. Und dass es genau das ist, was interessant ist. Die außergewöhnlichen Menschen, die von vorneherein etwas Spezielles an sich haben, gerade in Film, Fernsehen und Theater die sogenannten „Bösen“, haben nichts mit uns zu tun. Dafür sind es viel zu wenige. Es werden extrem wenige Menschen durch psychopathische Serienkiller in Clownsmasken dahingemetzelt, aber sehr viele von dem Menschen erschlagen, den sie lieben.

 

Das Gespräch führte Ulrike Syha.

 

INHALTSZUSAMMENFASSUNG

In DER FREIE FALL beschäftigt sich Raoul Biltgen mit dem hochaktuellen Thema „Radikalisierung der Jugend“.

Die beiden Hauptfiguren, Karin und Karim, kommen aus dem rechtsradikalen bzw. fundamentalistisch-islamischen Milieu. Die potentielle Rechtsradikale und der theoretische Dschihadist lernen sich beim Tanzen kennen. Karin und Karim erzählen die Geschichte einer möglichen Radikalisierung und die Geschichte einer beinahe unmöglichen Liebe. Klischees und Vorurteile prallen auf-einander und lassen trotz gegenseitiger Anziehung eine wirkliche Annäherung nicht zu.

2 D / 1 H – ab 12 Jahren

Rechte: Thomas Sessler Verlag, Wien (http://sesslerverlag.at/theater/kontakt/)

 

BIOGRAPHIE

Raoul Biltgen, geboren 1974 in Luxemburg, lebt und arbeitet als freier Schriftsteller, Schauspieler und Theatermacher in Wien. Seit 2015 arbeitet er zusätzlich als Psychotherapeut bei der Männerberatung Wien, am Institut für Forensische Therapie und in der Justizanstalt Sonnberg. Raoul Biltgen war schon dreimal für den Glauser-Preis nominiert (2014 und 2017: Bester Kurzkrimi, 2018: Bester Roman). 2017 war er Preisträger des Niederländisch-Deutschen Kinder- und Jugenddramatikerpreises für „Robinson – meine Insel gehört mir“. 2018 war die Uraufführungsproduktion seines Theaterstücks „Parzival“ für den Stella – Darstellender.Kunst.Preis für jungen Publikum nominiert. Zuletzt erschien sein Roman „Schmidt ist tot“ beim Verlag Wortreich.

www.raoulbiltgen.com

www.adamspricht.com

 

 

Auswahl 2018: die Übersetzerstipendien

Anlässlich der Präsentation der Auswahl 2018 originalsprachlicher Theatertexte am Theater Drachengasse in Wien am 16. April 2018 konnte das deutschsprachige Komitee auch schon die Vergabe der Übersetzerstipendien bekanntgeben.

Die große Frage wurde bis zum Schluss aufgespart: Welches Stück wird von wem in welche Sprache übersetzt?

Biltgen, Busch, Moradpour, Bochert, Syha, Barth | Foto: C. Mayer

Wir freuen uns sehr, nun auch hier bekanntzugeben:

DAS RECHT DES STÄRKEREN von Dominik Busch wird von Anna Lengyel ins Ungarische übersetzt. Die Übersetzung wird von ProHelvetia gefördert.

DER FREIE FALL von Raoul Biltgen wird von Greg Liakopoulos ins Griechische übersetzt. Die Übersetzung wird vom österreichischen Bundeskanzleramt gefördert.

EIN KÖRPER FÜR JETZT UND HEUTE von Mehdi Moradpour wird von Iryna Herasimovich ins Belarussische übersetzt. Die Übersetzung wird vom Goethe-Institut gefördert.

 

Die Veranstaltung selbst wurde außerdem vom Deutschen Übersetzerfonds gefördert.

Wir gratulieren den Übersetzer*innen und den Autoren und wünschen eine hervorragende Zusammenarbeit. Den Förderern danken wir sehr, dass diese entscheidenden Schritte möglich gemacht werden. Wir sind sehr gespannt, in welche Richtung sich die Arbeiten entwickeln und werden an dieser Stelle berichten.

 

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Auswahl 2018 aller Sprachkomitees

EURODRAM 2018 – AUSWAHL ALLER SPRACHKOMITEES

العَرَبيّة / Арабский / Arabic
★  عشرة مشاهد ليست عنيفة (Ten scenes not too violent / Десять сцен, не самых насильственных) # Omar Al-Jibaii / Омар Аль-Джибаи
★  عشا العميان (Blind dinner / Ужин вслепую) # Anouar Abdul Moughith / Ануар Абдул Мугит
★  قلعة ملح (Salt Castle / Замок из соли) # Anna Akkash / Анна Аккаш
Հայաստանյան / Армянский / Armenian
★ Ծառի վերջը (The End of the Tree / Конец дерева) # Արմեն Հայաստանցի / Armen Hayastantsi / Армен Айастанци
Белорусский / Belarussian
★ Скура (Skin / Шкура) # Алёна Iванюшанка / Aliona Ivaniushanka
★ Онiкс (Onyx / Оникс) # Максiм Доська / Maksim Dosko
★ Сэкс мне не патрэбен (I don’t need sex / Секс мне не нужен Лёха Чиканос) # Лёха Чыканас / Liokha Chykanas
Bosanski, hrvatski, crnogorski, srpski / Боснийский, Хорватский, Черногорский, Сербский
★ Stela, poplava / Стела, поплава (Stela, the Flood / Cтела, наводнение) # Dino Pešut / Дино Пешут
★ Režim ljubavi / Режим љубави (The Regime of Love / Pежим любви) # Tanja Šljivar / Таня Шливар
★ Bijeli bubrezi / Бијели бубрези (Rocky Mountain Oysters / Бычьи яйца) # Vedrana Klepica / Ведрана Клепица
български / Bulgarian
★ Цикадите (The Cicadas / Цикады) # Мирослав Христов / Miroslav Christov
★ Рокхил (Rockhill / Рокхил) # Катя Караиванова / Katya  Karaivanova
★ На тъмно (In the dark / В потемках) # Сабина Стефанова / Sabina Stefanova
Deutsch / Немецкий / German
★ Der freie Fall (Free Fall / Свободное падение) # Raoul Biltgen / Рауль Бильтген
★ Das Recht des Stärkeren (Law of the Jungle / Закон Джунглей) # Dominik Busch / Доминик Буш
★ Ein Körper für jetzt und heute (A Body for the Here and Now / Одно тело, здесь и сейчас) # Mehdi Moradpour / Мэxди Мурадпур
Ελληνικά / Греческий / Greek
★ Το σπίτι του Ληστή ή οι Δράκοι με τις μακριές ουρές (The Ηouse of the Thief or The Dragons with the Long Tails / Дом вора или драконы с длинными хвостами) # Δέδε Θεώνη / Dede Theoni
★ Ο μπέμπης (Baby boy / Малыш) # Σωτηροπούλου Βίλη / Sotiropoulou Vily
★ Ξενίτης, Κορφούλα μου αργαδηνή (Xenitis my Corfu Girl / Ксения, моя девушка с острова Корфу) # Ράπτη Βασιλική / Rapti Vassiliki
English / Английский
★ Love, Lies and Taxidermy (Любовь, ложь и Таксидермия) # Alan Harris / Aлaн Хapрис
★ Too Long the Heart (Слишком длинное сердце) # by David Hutchison / Дэвид Xачиcoн
★ The Trap (ловушка) # Kieran Lynn / Kиpaн Лин
Español / Испанский / Spanish
★ Mi perra (My Bitch / Моя сука) # Sergio Martinez Vila / Серхио Мартинес Вила
★ No hay papel (No paper / Нет бумаги) # Beatrice Bergamin / Беатрис Бергамин
★ Lo que nunca fuimos (What we never were / Кем мы никогда не были) # Luis Lopez de Arriba / Луис Лопес де Арриба
Français / Французский / French
★ Amir avant (Amir before / Амир до) # Aurianne Abécassis / Ориян Абекасис
★ Delta Charlie Delta (Delta Charly Delta / Дельта Чарли Дельта) # Michel Simonot / Мишель Симоно
★ L’Accident de Bertrand (Bertrand’s accident / Авария Бертрана) # Emilie Leconte / Эмили Леконт
★ Pig Boy 2016-2358 # Gwendoline Soulin / Гуэндолин Сулен
עִבְרִית / Иврит / Hebrew
★ אומרים שהיא תתחיל ביולי (They say she will start in July / Говорят, что она начнется в июле) # דניאל כהן לוי / Danielle Cohen Levy / Даниэль Коэн Леви
★  אמהות שלוש (Mothers three / Матери, три) # להב תימור / Lahav Timor / Лахав Тимор
★  נורא אנושי (Horribly human / Ужасно человеческий) # גילעד עברון / Gilad Evron / Гилад Эврон
Italiano / Итальянский / Italian
★ Acqua di Colonia (Eau de Cologne / Одеколон) # Elvira Frosini & Daniele Timpano / Эльвира Фрозини & Даниэле Тимпано
★ La città che sale (The Standing city / Восставший  город​) # Chiara Boscaro & Marco Di Stefano / Кьяра Боскаро & Марко Ди Стефано
★ Essere bugiardo (To be a liar / Быть лжецом) # Carlo Guasconi / Карло Гуаскони
Magyar / Bенгерский / Hungarian 
★ Titkaink (Our Secrets / Наши секреты) # Béla Pintér / Бела Пинтер
★ Napraforgó (Sunflower / Подсолнух) # Andrea Pass /Андреа Паш
★ Hideg szelek / Eiswind (Cold Wind / Холодный ветер) # Árpád Schilling & Éva Zabezsinszkij / Арпад Шиллинг & Ева Забежинский
Português / Португальский / Portuguese
★ Max e René (Max and René / Макс и Рене) # José Maria Vieira Mendes / Жозе Мария Виейра Мендеш
★ Olhando o céu estou em todos os séculos (When I look up to the sky I am present in all centuries / Глядя на небо, я на все столетия) # Abel Neves / Абел Невеш
★ Cinderela (Cinderella / Золушка) # Lígia Soares / Лигия Суареш
Русский / Russian
★ Dummerchen # Гaл a Узрютoвa / Gala Uzriutova
★ Скрипка (The Violin) # Илья Члaки / Ilya Chlaki
★ Ева (Eve) # Гия Алaвидзe / Giya Alavidze
Shqip / Албанский / Albanian
★ Citycide # Eli Krasniqi / Эли Крacничи
★ Liriologjia (Freedomology / Свободология) # Lirak Çelaj / Лиpaк Чэлaй
★ Një teatër në kërkim të publikut (A theater in search of an audience / Театр в поисках публики) # Ridvan Dibra / Rидвaн Дибpa

STIPENDIUM 2017: Blažena Radas übersetzt Olga Dimitrijević

von Henning Bochert

Dank der Förderung durch den Deutschen Literaturfonds konnte das deutschsprachige Eurodram-Komitee ein Stipendium für eine der Übersetzerinnen der 2017 als besonders empfehlenswert ausgewählten Theaterstücke vergeben. Diese Förderung sollte zur Übersetzung eines Stücks aus der Auswahl eines anderen Sprachkomitees des Netzwerks ins Deutsche verwendet werden.

Das Stipendium ging an Blažena Radas, Übersetzerin von Ivor Martinićs Stück DRAMA ÜBER MIRJANA UND DIE MENSCHEN UM SIE HERUM. Blažena Radas wählte zur Übersetzung das Stück MEIN DU von Olga Dimitrijević in Absprache mit dem bosnisch-kroatisch-montenegrinisch-serbischen Eurodram-Komitee (https://eurodrambcms.info).

Foto Blazena 1
Die Übersetzerin Blažena Radas.

Dimitrijevićs Theaterstück erzählt von Dragica, einer alten Belgraderin, deren Lebensgefährtin Ivana in hohem Alter stirbt. Sogleich versucht Ivanas Sohn, sie aus der gemeinsamen Wohnung zu scheuchen. Nach dem Begräbnis – konfessionell, obwohl die begrabene Antifaschistin auf die Kirche pfiff – trifft sie auf der Straße eine alte Freundin, bei der sie Trost findet. Als wiederum deren Freundin, eine frühere Rechtsanwältin, von dem Vertrag des betagten Paares über den Wohnungsanspruch hört und dass der zuständige Richter ein wichtiges Dokument hat verschwinden lassen, fährt sie im Gericht ihren ganzen verbliebenen Einfluss auf und nötigt den Richter, das Dokument beizubringen und den Prozess ordentlich zu führen. Dass außerdem noch der Ivanas Geist erscheint und Mut spendet, ist für den Rechtssieg schon nicht mehr nötig, sondern wird erst relevant, als der Grobian von Sohn die Wohnung auch trotz des Gerichtsbeschlusses nicht räumen will. Konfrontiert mit der energischen Erscheinung seiner toten Mutter sucht er jedoch das Weite.

Das Stück spricht mehrere Themen an: die fehlende Akzeptanz homosexueller Beziehungen bzw. überhaupt homosexueller Identität (Ivana und Dragica scheinen ihre lebenslange Liebe verborgen zu haben, und Dragica fällt es auch gegenüber den Freundinnen schwer, das zu benennen); der von der Korruption angefressene Glaube an den Rechtsstaat, der mangelnde Respekt gegenüber Alten, die mafiöse Baubranche, aber auch die Nostalgie angesichts einer mit einem Staatssystem verloren gegangenen Identität. Starke Frauenfiguren sind in südosteuropäischen Theaterstücken keine Seltenheit, ihre Kraft beziehen sie oft aus ihrer Beharrlichkeit. Diese Elemente zeigen sich auch in MEIN DU schon daran, dass alle männlichen Figuren unter „können wir sowieso nicht leiden“ zusammengefasst werden. Die Hauptfiguren in diesem Stück gehören gleich mehreren benachteiligten Gruppen an: Sie sind Frauen, sie sind alt, Dragica ist nicht heterosexuell und schließlich, der Gipfel des Nichtnormativen, ist ihre tote Freundin Ivana ein Geist.

Interessant ist auch die Form des Textes: Eine Erzählstimme, die nicht näher bestimmt, aber sehr charakteristisch und präsent ist, führt durch die Handlung, begleitet die Personen, scheint auch eine Meinung zu dem Geschehen zu haben, vermittelt uns nebenbei Hintergrundinformationen, moderiert das Geschehen und beschreibt die Wege der Frauenfiguren durch die Stadt. Ihre Figur ist nicht weiter festgelegt und könnte sowohl von einer Person gespielt als auch auf mehrere verteilt werden oder als Chor auftreten. Sie betont, dass wir im Theater sind, dass sich dort nicht alle Aspekte der Geschichte getreu wiedergeben lassen und macht das Stück auf diese Weise epischer. Dazu tragen auch die serbischen Schlager bei, die im Stück vorkommen (die Autorin hat eine wissenschaftliche Arbeit über serbische Schlager geschrieben). Sie lassen vermuten, dass die Figuren in dieser vergangenen Musikepoche eine emotionale Heimat finden.

 

Einige Fragen an die Übersetzerin Blažena Radas

Henning Bochert: Blažena, nach Erhalt des Eurodram-Stipendiums hast du dieses Stück zur Übersetzung gewählt. Wieso?

Blažena Radas: Olgas Stück hat mir sofort gefallen, weil ich die Frauenfiguren darin so wunderbar fand und weil es so etwas Kraftvolles und unglaublich Menschliches hat. Es ist auch außergewöhnlich, dass drei ältere Frauen die Hauptfiguren sind. Olga hat ja einen ganz „fassbinderischen“ Zugang zu ihren Stücken, und in diesem hier schlägt sich das in der Funktion der Schlagermusik nieder, die im ehemaligen Jugoslawien eher spaltet. Dass sie die älteren Damen in Schlagerliedern schwelgen lässt und dieser Musik neuen Wert verleiht, das hat etwas Versöhnliches.

Henning Bochert: Hätte es Alternativen gegeben? Welche?

Blažena Radas: Es gab noch zwei weitere Stücke, die zur Auswahl standen: Marija Karaklajićs KUĆA S TRI RUKE (Haus mit drei Händen) und Tamara Baračkov 50 UDARACA (50 Schläge). Ich muss sagen, dass ich alle drei sehr gut fand, aber letztlich hat mich die ungewöhnliche thematische Konstellation in MEIN DU am meisten überzeugt.

Henning Bochert: Welches waren die besonderen Herausforderungen bei der Übersetzung?

Blažena Radas: Zweierlei: Zum einen die Schlager natürlich, und zum anderen fand ich es spannend, einen passenden Ton für die drei Hauptfiguren zu finden. Ich habe mich gefragt, wie sich die Besonderheit der drei Frauen sprachlich widerspiegelt. Denn wir haben es hier mit Frauen zu tun, die weder einen Bruch mit ihrer Vergangenheit zulassen noch Zynismus oder Apathie Raum geben. Diese Komplexität sprachlich darzustellen war eine Herausforderung.

 

Sollten Sie Interesse haben, den Text zu lesen, wenden Sie sich bitte an die Koordinatorin des Deutschsprachigen Komitees (syha@gmx.net); wir stellen dann gerne einen Kontakt zur Übersetzerin her. 

AUSWAHL 2017

Die Eurodram-Auswahl 2017 steht fest.

Das DEUTSCHSPRACHIGE KOMITEE hat sich in diesem Jahr für die folgenden Titel entschieden (in alphabetischer Reihenfolge):

Alexander Manuiloff:
„Der Staat“
(Aus dem Bulgarischen / Englischen von Hannes Becker)

Ivor Martinić:
„Drama über Mirjana und die Menschen um sie herum“
(Aus dem Kroatischen von Blazena Radas)

Simona Semenič:
„sieben köchinnen, vier soldaten und drei sophien“
(Aus dem Slowenischen von Urška Brodar)

Wir gratulieren den AutorInnen und ÜbersetzerInnen herzlich!

Wer das mit der Ausschreibung verbundene Übersetzer-Stipendium erhält, veröffentlichen wir in der kommenden Woche.

Die erste Veranstaltung mit der neuen Auswahl wird voraussichtlich am 23. bis 25. Juni in Mannheim im Theaterhaus G7 stattfinden. Dazu demnächst noch mehr.

Außerdem werden wir in den nächsten Wochen Artikel zu den einzelnen Titeln der Auswahl auf unserem Blog veröffentlichen.

Auch in diesem Jahr haben uns wieder viele Texte begeistert, die nicht alle einen Platz in unserer Auswahl finden können. Deswegen veröffentlichen wir wieder eine Liste unserer „Weiteren Empfehlungen“ (in alphabetischer Reihenfolge):

Lucie Depauw:
Dekompressionskammer.
(Aus dem Französischen von Wolfgang Barth.)

Julie Maj Jacobsen:
Abgefuckt.
(Aus dem Dänischen von Franziska Koller)

Koffi Kwahulé:
Misterioso.
(Aus dem Französischen von Heinz Schwarzinger.)

Jacques Probst:
Sturm über Eastbourne.
(Aus dem Französischen von Yves Raeber.)

Sollten Sie Interesse an einem der Texte haben, stellen wir gerne einen Kontakt her.

UND HIER FINDEN SIE DIE ERGEBNISSE DER ANDEREN EURODRAM-KOMITEES:

Bosanski/Crnogorski/Hrvatski/Srpski :
– Himmelweg, Huan Majorga (Juan Mayorga), sa španskog prevela Jasna Stojanović
– Ja sam vetar (Eg er vinden), Jun Fose (Jon Fosse), s norveškog preveo Radoš Kosović
– Jedini ja utekoh (Escaped alone), Keril Čerčil (Caryl Churchill), sa engleskog prevela Ivana Brozić
– Moja mama Kleopatra (Anyám, Kléopátra), Atila Bartis (Attila Bartis), s mađarskog prevela Xenia Detoni

Български (Bulgarian) :
– Каре (Els jugadors), Пау Мирò (Pau Miró), превод от каталонски Нева Мичева
– Нелегални помагачи (Illegale Helfer), Макси Обексер (Maxi Obexer), превод от немски Гергана Димитрова

Deutsch :
– Der Staat (The State), von Alexander Manuiloff, übersetzt aus dem Englischen von Hannes Becker
– Drama über Mirjana und die Menschen um sie herum (Drama o Mirjani i ovima oko nje), von Ivor Martinić, übersetzt aus dem Kroatischen von Blazena Radas
– Sieben Köchinnen, vier Soldaten und drei Sophien (Sedem kuharic, štirje soldati in tri Sofije), von Simona Semenič, übersetzt aus dem Slowenischen von Urška Brodar

Ελληνικά (Greek) :
– Heisenberg του Σάιμον Στίβενς (αρχική γλώσσα γραφής Αγγλικά) σε μετάφραση του Μενέλαου Καραντζά
Heisenberg, by Simon Stephens, translated from English by Menelaos Karantzas
– Το μικρό πόνι του Πάκο Μπεθέρα (αρχική γλώσσα γραφής Ισπανικά) σε μετάφραση της Μαρίας Χατζηεμμανουήλ.
Το μικρό πόνι (El pequeño poni), by Paco Bezerra, translated from Spanish by Maria Chatziemmanouil
– Η κοπέλα από το πρακτορείο ταξιδίων μας είπε ότι το διαμέρισμα έχει πισίνα του Πάμπλο Γκισμπέρτ (αρχική γλώσσα γραφής Ισπανικά), σε μετάφραση της Κυριακής Χριστοφορίδη
Η κοπέλα από το πρακτορείο ταξιδίων μας είπε ότι το διαμέρισμα έχει πισίνα (La chica de la agencia de viajes nos dijo que había piscina en el apartamento), by Pablo Gisbert, translated from Spanish by Kiriaki Christoforidi

English :
– Mihaela, the tiger of our town – A mockumentary play (Mihaela, tigrul din orașul nostru), by Gianina Cărbunariu, translated from Romanian by James Christian Brown
– A play with four actors and some pigs and some cows and some horses and a prime minister and a Milka cow and some local and international inspectors (Një shfaqje teatri me katër aktorë me disa derra me disa lopë me disa kuaj me një kryeministër me një milka e me disa inspektorë vendës e ndërkombëtarë), by Jeton Neziraj, translated from Albanian by Alexandra Channer
– Who is Mr Schmitt ? (Qui est Monsieur Schmitt ?), by Sébastien Thiéry, translated from French by Charlie Gobbett

Español :
– Ejercicio para rodillas fuertes (Ασκήσεις για γερά γόνατα), por Andreas Flourakis, traducida del griego por Marilena Paterianaki

Français :
– Good Bye Europa. Lost Words de Davide Carnevali, traduit de l’italien par Caroline Michel
– J’appelle mes frères (Jag ringer mina bröder), de Jonas Hassen Khemiri, traduit du suédois par Marianne Segol
– Notre classe (Nasza klasa), de Tadeusz Słobodzianek, traduit du polonais par Cécile Bocianowski

עִבְרִית (Hebrew) :
רכניץ (מלאך החנק) מאת אלפרידה ילינק תרגם מגרמנית חנן אלשטיין
– (Rechnitz), by Elfriede Jelinek, translated from German by Hanan Elstein
גנבים מאת דיאה לוהר תרגמה מגרמנית עינת ברנובסקי
– (Diebe), by Dea Loher, translated from German by Einat Baranovsky
איך אתה מספר את המשחק מאת יסמינה רזה תרגם מצרפתית ניר רצ׳קובסקי
– (Comment vous racontez la partie), by Yasmina Reza, translated from French by Nir Ratzkovsky

Magyar :
– Selection delayed due to force majeure – will be online soon.

Italiano :
– Every Brilliant Thing, di Duncan Macmillan, tradotto dall’inglese da Michele Panella
– Voglio un paese (Θέλω μια χώρα), di Andreas Flourakis, tradotto dal greco da Gilda Tentorio
– Se questo fosse uno spettacolo… (Kad bo ovo bila predstava…), di Almir Imširević, tradotto dal bosniaco da Elisa Copetti

Polski :
– Ja sam uszedłem (Escaped alone), Caryl Churchill, przekład z języka angielskiego Małgorzata Semil
– System Ponziego (Le Système de Ponzi), David Lescot, przekład z języka francuskiego Piotr Olkusz
– Jesień poddanych (Der Herbst der Untertanen), Nino Haratischwili, przekład z języka niemieckiego Iwona Uberman

Português :
– Totalmente Esquecer-te (Totally Over You), de Mark Ravenhill, traduzido do Inglês por Jorge Louraço Figueira
– Quero Um País (Θέλω Μια Χώρα), de Andreas Flourakis, traduzido do Grego por José António Costa Ideias
– O Padrão da Raça (Standard of the Breed), de John Steppling, traduzido do Inglês por Nuno Santos

Română :
– Căpcăuni (Les Ogres), Yann Verburgh, traducere din limba franceză de Eugen Jebeleanu
– Trucul lui Patrick (Patricks Trick), Kristo Šagor, traducere din limba germană de Ciprian Marinescu
– Hikikomori, Holger Schober, traducere din limba germană de Ciprian Marinescu

Shqip (Albanian) :
– Demoni nga Debar Maalo (Demonot od Debar Maalo), nga Goran Stefanovski, përktheu nga maqedonishtja Milena Selimi
– Lasicët (Lasice), nga Bojana Mijović, përktheu nga gjuha malazeze Shkelzen Maliqi
– Mihaela, tigresha e qytetit tonë (Mihaela, tigrul din orașul nostru), nga Gianina Cărbunariu, përktheu nga rumanishtja Ardian Ch. Kyçyku

Türkçe :
– Beklenmeyen Gece (The Way We Get By), yazan Neil La Bute, çevirinin yapıldığı dil İngilizce, çeviren Ceren Aksakal
– Kış Dönümü (Midwinter), yazan Zinnie Harris, çevirinin yapıldığı dil İngilizce, çeviren Rasim Erdem Avşar
– Kosovalı Peer Gynt (Peer Gynti nga Kosova), yazan Jeton Neziraj, çevirinin yapıldığı dil Arnavutça, çeviren Senem Cevher, Arnavutça’dan İngilizce’ye çeviren Alexandra Channer.

Украинский (Ukrainien) :
– Selection delayed due to force majeure – will be online soon.

AUSWAHL 2016

Es ist soweit, wir haben offiziell eine neue deutschsprachige Eurodram-Auswahl 2016.

Uns haben 147 Texte erreicht, aus Deutschland, Österreich, der Schweiz, Italien, Luxemburg und Polen. Und einer kam sogar aus dem fernen China. Die meisten Texte wurden von den Autoren selbst eingereicht, manche aber auch von Übersetzern und Verlagen.

Wir haben in den letzten Monaten viel gelesen und diskutiert – und uns nun auf folgende drei Stücke geeinigt (in alphabetischer Reihenfolge):

– HENRIETTE DUSHE: „VON EINER LANGEN REISE AUF EINER HEUTE ÜBERHAUPT NICHT MEHR WEITEN STRECKE“ (Henschel Schauspiel)

– CHRISTINA KETTERING: „ANTARKTIS“ (Drei-Masken-Verlag)

– MAXI OBEXER: „ILLEGALE HELFER“(Schaefersphilippen)

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Wir werden die Texte und die Autorinnen bei unserer ersten Veranstaltung am 2. April 2016, 11.30 Uhr in Lesungen und Gesprächen vorstellen (siehe „Termine“).

Dort werden wir aller Wahrscheinlichkeit nach auch bekanntgeben, in welche Sprachen wir die Texte übersetzen lassen.

Ausserdem werden wir die Stücke in der nächsten Zeit hier auf unserem Blog porträtieren.

 

Bei so vielen Einsendungen ist uns das Auswählen naturgemäß nicht leichtgefallen. Deswegen möchten wir auch noch auf unsere Zusatzauswahl „Weitere Empfehlungen“ hinweisen.

Diese Texte können von uns leider nicht auch in Lesungen vorgestellt und  übersetzt werden –  wir möchten aber Theatermacher und vor allem Übersetzer unbedingt auch auf diese Stücke aufmerksam machen.

 

Weitere Empfehlungen 2016:

– Martina Clavadetscher: UMSTÄNDLICHE RETTUNG

– Dagrun Hintze: DIE ZÄRTLICHKEIT DER RUSSEN (Jussenhoven & Fischer)

– Christiane Kalss: DIE ERFINDUNG DER SKLAVEREI

– Karen Köhler: DEINE HELDEN – MEINE TRÄUME (Verlag für Kindertheater)

– Fritz Kater: LOVE YOU, DRAGONFLY (Henschel Schauspiel)

 

Bei Interesse an den Texten wenden Sie sich bitte an die angegebenen Verlage bzw. an uns, wir stellen dann einen Kontakt zum Autor her.